Garrel erhält Oberschule

Garrel erhält Oberschule mit Gymnasium

Mehrheit spricht sich für Einrichtung ab dem kommenden Schuljahr aus
von Reiner Kramer

Cloppenburg/Garrel - In der Gemeinde

Garrel kann zum kommenden Schuljahr eine Oberschule mit gymnasialem Zweig eingerichtet werden. Am Donnerstagabend stimmte der Kreistag mehrheitlich – bei Ablehnung der drei Grünen-Vertreter und Alfred Vorwerk (Drantum) sowie Enthaltung von Johannes Kalvelage (Halen), beide CDU – dem Antrag der Gemeinde Garrel zu.

„In der Sache haben wir sehr differenzierte Meinungen dazu“, sagte CDU-Fraktionschef Hermann Schröer. Der Kreistag habe aber nur darüber zu entscheiden, ob ein anderes Gymnasium in Trägerschaft des Landkreises Cloppenburg durch die Einrichtung in seinem Bestand gefährdet sei. Und das sei nicht der Fall. Das hatte auch eine vom Kreis geforderte Elternbefragung ergeben.

Dr. Irmtraud Kannen (Grüne) begründete ihre Ablehnung mit der geringen Rücklaufquote bei der Elternbefragung: „Das lässt nicht auf eine große Begeisterung der Eltern in Garrel schließen.“ Anders sei das bei der Elternbefragung in Barßel gewesen. Wenn 26 Prozent der Eltern ihre Kinder weiterhin nach Cloppenburg zum Gymnasium schicken würden, „sehen wir keine Notwendigkeit, in Garrel eine Oberschule mit gymnasialen Zweig einzurichten.“ Schwierigkeiten könnte es auch beim Übergang an das Gymnasium geben.

SPD-Fraktionschef Hans Meyer (Gehlenberg) entgegnete, ob die Schülerzahlen letztlich erreicht würden, sei Sache der Landesschulbehörde. Gefordert ist, dass von mindestens 75 Schülern mindestens 27 den gymnasialen Schulzweig besuchen müssen. Meyer versteht die Einrichtung als „zusätzliches Angebot für die Eltern“. Aber: „Wenn die Eltern es nicht nachfragen, wird es irgendwann den Bach runtergehen.“

  Einstimmig hingegen hat sich der Kreistag für die Einrichtung eine zweijährigen berufsqualifizierenden Berufsfachschule Kosmetik an der BBS Technik in Cloppenburg ausgesprochen. Damit kann die BBS diese Schulform ab dem kommenden Schuljahr anbieten. Kritik an diesem Antrag hatte es von Seiten der Kreishandwerkerschaft gegeben. Deren Geschäftsführer Dr. Michael Hoffschröer, hatte im Kreis-Schulausschuss, in dem er als beratendes Mitglied sitzt, gesagt, der dualen Berufsausbildung sei gegenüber der vollschulischen Ausbildung Vorrang einzuräumen.

NWZ am  11.1.2013